Redefining Concepts. Sephardische Architektur im transkulturellen Kontext (Arbeitstitel)

Universität Zürich
Kunsthistorisches Institut
Betreuerin: Prof. Dr. Francine Giese, SNF-Förderungsprofessorin

Die wissenschaftlichen Forschungen zur sephardischen Architektur sind noch jung. Erst die romantische Verklärung des spanischen Judentums im 19. Jahrhundert weckte das Interesse am weitgehend vergessenen Erbe Sepharads. Die neugewonnene Wertschätzung der mittelalterlichen Synagogen Spaniens und die Erbauung neuer, neo-sephardischer Bauten verliefen in Spanien und Zentraleuropa parallel. Die traditionelle Kunstgeschichtsschreibung versah diese Architektur mit den kontrovers diskutierten Labels Mudéjar und Moorish Revival und hub ihren islamischen Charakter besonders hervor. Im Rahmen des Dissertationsprojektes werden anhand ausgewählter Bauten die spezifischen Charakteristiken jener sephardischen Architektur im transkulturellen Kontext untersucht. Gleichzeitig soll die Ausbildung einer eigenständigen Bautradition und deren Rezeption im 19. Jahrhundert thematisiert werden. Welche Merkmale machen die Besonderheit der sephardischen Architektur aus und wie kann diese neu definiert werden?

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