Islamische Kunst und Archäologie in der Krise? Herausforderungen und neue Perspektiven

Internationale Tagung, Madrid, 12.-14. Januar 2017

Universität Zürich/Deutsches Archäologisches Institut Madrid/Universidad Autónoma de Madrid/Museo Archeológico Nacional de Madrid

Die Islamische Kunstgeschichte und Archäologie steht vor sozio-politischen, gesellschaftlichen und fachlichen Herausforderungen, die einer Standortbestimmung bedürfen. Inwiefern wirken sich Konflikte und die damit verbundenen humanitären und demografischen Veränderungen auf das Fach und seine gesellschaftliche Akzeptanz aus? Welche Folgen hat die radikale Linie des IS für die Zugänglichkeit, Erforschung und Erhaltung von Kunst und Architektur in der Islamischen Welt und inwieweit bewirken diese äusseren Umstände eine thematische und geografische Verlagerung eines Faches, das sich seit dem Siegeszug der Global Art History in einer Krise befindet und in jüngster Zeit gegen anti-islamische Tendenzen anzukämpfen hat?

Die von der Madrider Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts, der Universidad Autónoma de Madrid und der Universität Zürich organisierte Tagung will die oben erwähnten Herausforderungen mit denen sich das Fach Islamische Kunstgeschichte und Archäologie konfrontiert sieht zur Diskussion stellen und neue Perspektiven aufzeigen. So rücken bisherige Randgebiete wie die Iberische Halbinsel, Marokko, der Balkan, die Golfregion, Südostasien oder die Diaspora (Europa/Nordamerika) in den Fokus der internationalen Forschung. Gleichzeitig wäscht die Bedeutung kultureller Kontaktzonen und bewirkt eine Öffnung des Faches.

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