Mythos Orient. Architektur und Ornament im Zeitalter des Orientalismus

Das Schloss Oberhofen verfügt mit dem 1855 vollendeten Selamlik, einem vom Berner Architekten und Orientreisenden Theodor Zeerleder (1820-1868) ausgeführten orientalisierenden Fumoir nach Kairoer Vorbild, über eines der bedeutendsten Schweizer Interieurs seiner Art.

Anlässlich des 160-jährigen Jubiläums des Selamlik im kommenden Jahr veranstaltet die Stiftung Schloss Oberhofen in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Zürich (Prof. Dr. Francine Giese) eine internationale Tagung. Unter dem Titel „Mythos Orient. Architektur und Ornament im Zeitalter des Orientalismus“ sollen aktuelle Beiträge zur neo-islamischen Architektur und Ornamentik mit Fokus Kairo präsentiert und der auf internationaler Ebene geführte Diskurs zu den im Zeitalter des Orientalismus geschaffenen und teilweise bis heute bestehenden Zerrbildern der islamischen Welt fortgesetzt werden.

Vorgesehen sind drei Sektionen (Orientalische Visionen/Architektur/Ornament), in denen Themen wie romantische Visionen Kairos im 19. Jh., die Weltausstellungen als Promotoren eines verklärten Orient-Bildes, frühe Beschreibungen und Reproduktionen Kairos und seiner islamischen Bauten, islamisches Ornament in neo-islamischem Kontext sowie neo-islamische Architektur in oder mit Bezug zu Kairo diskutiert werden. Gleichzeitig werden die neusten Forschungsergebnisse zum Selamlik vom Schloss Oberhofen vorgestellt und Zeerleders bisher weitgehend unveröffentlichten Reiseskizzen, Aquarelle und Bauentwürfe gezeigt, die in der im Anschluss an die Tagung eröffneten Ausstellung „Zeerleder und der Orient“ erstmals einem breiteren Publikum zugänglich gemacht werden.

Keynote Speakers

Sektion Abbilder: Mercedes Volait (InVisu/CNRS-INHA, Paris)
Sektion Architektur: Elke Pflugradt-Abdel Aziz (Düsseldorf)
Sektion Ornament: Rémi Labrusse (Université Paris Ouest-La Défense)

Programm

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