Mythos Orient. Ein Berner Architekt in Kairo

Schloss Oberhofen am Thunersee
13. Juni bis 13. September 2015
 
VERLÄNGERT BIS OKTOBER 2017
 
Anlass der Ausstellung ist das 160-jährige Jubiläum eines der spektakulärsten Schweizer Interieurs, des 1855 nach Plänen des Berner Architekten Theodor Zeerleder (1820-1868) vollendeten Selamlik im Schloss Oberhofen. Der Orientreisende Zeerleder stützte sich beim Entwurf für das vom Schlossherrn Graf Albert de Pourtalès (1812-1861) geplante orientalisierende Fumoir auf Architekturstudien, die er während zweier Orientreisen in den Jahren 1847/1848 und 1849/1850 in Kairo erstellte. Im Fokus der Ausstellung stehen der bisher weitgehend unbekannte Berner Architekt Theodor Zeerleder und seine Orientstudien.
 

Wie viele seiner Zeitgenossen liess wohl auch er sich während zweier Parisaufenthalten in den Jahren 1843-1845 vom Hype um die ägyptische Kunst und Kultur im Nachfeld von Napoleons Ägyptenfeldzug der Jahre 1798 bis 1801 anstecken. In Reisejournalen und Briefen sowie auf Skizzen und Aquarellen hielt Zeerleder seine Eindrücke und Reiseerlebnisse für die Nachwelt fest. Zu einer Veröffentlichung kam es zu seinen Lebzeiten nicht.

Im Rahmen der Ausstellung werden die in der Burgerbibliothek Bern konservierten Orientstudien und Reisebeschreibungen von Zeerleder, die im Selamlik ihren unmittelbaren Niederschlag erfuhren, erstmals einem internationalen Publikum gezeigt. Die Stiftung Schloss Oberhofen und das Kunsthistorische Institut der Universität Zürich wurden bei der Realisierung der Ausstellung von Marie Therese Bätschmann und Mathias Bäbler unterstützt. Ziel ist es, die Thematik wissenschaftlich zu erfassen und spannend zu vermitteln.

Flyer

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